BGH-Urteil: Weitergabe von TAN-Nummern

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BGH-Urteil: Weitergabe von TAN-Nummern

BGH erkennt bei grob fahrlässiger Weitergabe der TAN-Nummern keinen
Schadensersatzanspruch

Wer grob fahrlässig seine TAN-Nummer weitergibt, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz seiner Bank, so ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH; Az.:XI ZR 96/11).

Ein Renter, der Opfer eines Phishing-Angriffes wurde, verklagte seine Bank auf Schadenersatz von 5.000 Euro. Durch eine Manipulation seines Rechners wurde die Originalseite seines Onlinebankingportals täuschend echt nachgebildet. Der Rentner wurde sodann insgesamt 10mal hintereinander per Popup-Fenster aufgefordert, jeweils eine seiner TAN einzugeben.  Mit den so erbeuteten TAN-Nummern haben die Täter einige Monate später eine Überweisung auf ein ausländisches Konto vorgenommen.

Die betroffene Bank hatte ihre Kunden allerdings im Vorfeld explizit vor Phishing-Angriffen gewarnt; die Klage wurde in höchster Instanz abgewiesen. Begründung: Banken haften nicht für derartig entstandene Schäden, wenn sie zuvor entsprechende Warnungen abgegeben haben. Der Renter handelte mit seiner 10maligen TAN-Eingabe mithin grob fahrlässig.

Bild: Stephanie Hofschlaeger | PIXELIO

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